Blitzschutz 4.0

Optimierte Anordnung von Fangeinrichtungen zur Verringerung möglicher Fangfehler – insbesondere bei Anlagen mit komplexer technischer Infrastruktur.

Fangeinrichtungen gezielt anordnen

Computergestützte Planungsmethoden sind auch im Blitzschutz nicht mehr wegzudenken. Die Anordnung von Fangeinrichtungen lässt sich heute nach dem elektrogeometrischen Modell mithilfe des Blitzkugelverfahrens optimieren.

Auf Grundlage des von Prof. Dr.-Ing. Alexander Kern (FH Aachen, University of Applied Sciences) weiterentwickelten dynamischen elektrogeometrischen Modells (DEGM) lassen sich die Einschlagwahrscheinlichkeiten von Fangeinrichtungen im Detail bestimmen. Daraus lassen sich Grundsätze für eine Anordnung ableiten, die die Wirksamkeit der Fangeinrichtungen erhöht und die erreichte Wirksamkeit rechnerisch belegt.

Bei dem im Fachbeitrag untersuchten Verwaltungsgebäude ergab die Berechnung mit dem DEGM für die optimierte Anordnung eine Einfangwahrscheinlichkeit von mehr als 99,5 %; der Fangfehler lag damit unter 0,5 %. Das ist nahezu eine Größenordnung geringer, als bei Blitzschutzklasse II üblicherweise erreicht wird.

3D-Modell einer großen Photovoltaikanlage auf einem Flachdach mit Fangstangen und den daraus resultierenden Schutzbereichen nach dem Blitzkugelverfahren
Schutzbereiche der Fangeinrichtungen über einer großen PV-Dachanlage

Beispiel

Für ein Verwaltungsgebäude (Bank) wurde in der Risikoanalyse die Blitzschutzklasse II ermittelt. Daraus ergibt sich eine erforderliche normative Effektivität der Fangeinrichtung von 97 %.

Fachbeitrag

Planung von optimierten Blitzschutz-Fangeinrichtungen für bauliche Anlagen mit komplexer technischer Infrastruktur, Technische Sicherheit 06/2016.

Fachbericht als PDF

Optimierte Planung anfragen

Sprechen Sie uns an, wenn Ihre Anlage eine komplexe technische Infrastruktur hat.